cuisine.at - Newsletter
März 2006
Neuerungen auf cuisine.at
die Datenbank auf der eigenen Homepage

Das Menü des Monats
Erdäpfelwirrler - Erdäpfelsterz
Lachsforelle in Weingelee
Uhudler Weingelee

Impressum, Abmelden
 

Neuerungen auf cuisine.at: die Datenbank auf der eigenen Homepage

Diesmal sind leider 2 Monate vergangen, bevor ein neuer Newsletter vorhanden war. Ist doch etwas mehr Arbeit, als ich gedacht habe ...

Die diesmalige Änderung an der Rezeptdatenbank dürfte vorwiegend Webmaster und Nutzer interessieren, welche eine eigene Homepage haben:

Es ist nun auch möglich, diese Rezeptatenbank auf der eigenen Homepage einzubauen. 4 Zeilen Code genügen dafür, die man in eine HTML-Datei einfügen muss, und schon können die Besucher eurer eigenen Webseite auf das grosse Angebot von Rezepten zugreifen.

Das Formular, welches zur Eingabe von Suchbegriffen dient, kann selbstverständlich an die Farbgestaltung der privaten Homepage angepasst werden. Genauso wie man bestimmen kann, ob nur die Rezepttitel durchsucht werden sollen, oder auch die Zutaten ....

Aber jetzt wieder genug der Ankündigung, wer will kann es ja gleich ausprobieren! Die Seite, auf der das Suchformular konfiguriert werden und der 4-Zeilen-Code heruntergeladen werden kann befindet sich in eurem privaten Bereich. Also einloggen, und auf myCuisine findet ihr das "Partner-Programm".

Dass das ganze selbstverständlich nichts kostet, das versteht sich wohl von selbst ...

Das Menü des Monats: Uhudler, kann man das trinken?

Weil ich gerade vorige Woche in einer Therme im Burgenland entspannt habe, und uns vom Besitzer der Unterkunft am Abend eine kleine Uhudler-Verkostung präsentiert wurde, nehme ich das zum Anlass heute den Newsletter unter das Thema Uhudler zu stellen.

Um die vorige Jahrhundertwende 1900 hatte die Reblaus die europäischen Weinreben befallen. Der Schädling vernichtete mehr oder weniger alle Weingärten, und so mussten zur Bekämpfung des Schädlings amerikanische Weinreben importiert werden, welche reblaus-resistent waren. Diese amerikanischen Reben wurden mit den europäischen Rebsorten veredelt, sodass also auch die europäischen Rebsorten wieder gegen die Reblaus resistent wurden.

Aber es gab auch einige Winzer, welche direkt aus der unveredelten amerikanischen Rebe einen Wein kelterten, und dieser "Direktträgerwein" wurde später Uhudler genannt. Dieser Wein war sogar kostengünstiger zu produzieren, da die Rebe sehr resistent ist und so zum Beispiel kein Spritzmitteleinsatz nötig ist.

Der Wein hat einen etwas höheren Pektingehalt als andere veredelte Trauben, was dazu führt, dass der Wein einen etwas höheren Fuselöl- und Methanol-Gehalt hat, was aber gesundheitlich nicht bedenklich ist. Trotzdem wurde dies oft als Vorwand genommen, den Wein zu verbieten, und erst seit 1992 darf dieser wieder verkauft werden.

Eine der beliebtesten Weinsorte für den Uhudler ist die Isabella-Traube, die auch vorzüglich als Ess-Traube schmeckt, andere sind Concord, Elvira, Noah, die vielleicht genausogut schmecken, ich aber noch nie probiert habe.

Der Name Uhudler ist sogar markenrechtlich geschützt und nur Wein aus der Gegend Güssing, Oberwart und Jennersdorf (Südburgenland) darf diese Bezeichnung tragen.

Und sollte jetzt jemand auf den Geschmack gekommen sein, um vielleicht die Gegend persönlich aufzusuchen, dem gebe ich hier 2 Tipps:

  • ein Besuch der Therme in Stegersbach lohnt sich ungemein, wenn man mal ein bisschen entspannen und schwitzen will! In der Saunalandschaft gibt es einen Honigcreme-Aufguss, wo man sich zwischen den Aufgüssen mit einer Honigpaste am ganzen Körper einreibt, und natürlich gibt es auch einen Uhudler-Aufguss, schliesslich ist die Therme ja im Burgenland ..
  • und wenn jemand eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, dann empfehle ich die Sonnenpension Bauer in Burgauberg. Das ist eine noch ganz neue Pension mit sehr freundlicher Betreuung durch die Besitzer (Stichwort Uhudler-Verkostung ...), grossartigem Frühstücksbuffet, Granda-Wasser, freies WLAN im ganzen Haus (was mir am Sonntag ungemein half, da ich dadurch die Rezeptdatenbank nach einem Stromausfall im Serverzentrum wieder korrekt starten konnte). Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die Pension behindertengerecht gebaut wurde und auch entsprechend zertifiziert ist! Und ein Heuriger ist in Gehweite.
    Damit hier nicht ein falscher Eindruck entsteht: ich bekomme nichts für diese Werbung! Aber wenn ihr bei einem eventuellen Besuch erwähnt, dass ihr den Tipp von cuisine.at habt, kriege ich vielleicht beim nächsten mal wieder einen Kürbiskernlikör kredenzt :))

 

Die Rezepte (jeweils für 4 Personen):

Erdäpfelwirrler - Erdäpfelsterz

1 kg Kartoffel (Erdäpfel)
300 g Mehl
4 Esslöffel Schmalz oder Butter
etwas Salz
100 g Speckwürfel
Zwiebelringe

Die Erdäpfel kochen, schälen und passiert mit dem Mehl und Salz mischen, bis man eine griessartige Masse erhält.

Das Fett in einer Pfanne erhitzen, die Erdäpfelmasse hineingeben und wie einen Schmarrn hellbraun rösten (öfters umdrehen und zerteilen).

Die Speckwürfel in einer Pfanne erhitzen bis sie knusprig geworden sind. Die Zwiebelringe goldbraun anrösten.

Den Sterz auf einem grossen Teller anrichten und die eine Hälfte mit Speckwürfeln, die andere mit den Zwiebelringen bestreuen. Nach altem Brauch isst die ganze Tischrunde von diesem einem Teller.

Als Variante kann man den Sterz auch zu einer klaren Rindsuppe reichen, oder (als Dessert) Apfelkompott dazu essen.

Lachsforelle in Weingelee

1000 g Lachsforellen küchenfertig
750 ml Rotwein
1 Lorbeerblatt
1/2 Bund Petersilie
1/2 Teelöffel Fenchelsamen
Salz und Pfeffer
9 Blatt Gelatine
2 Zitronen

Die Lachsforellen waschen. Den Wein mit dem Lorbeerblatt, 3 Zweigen Petersilie und den Fenchelsamen aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen und die Lachsforelle darin 25 Minuten ziehen lassen. Sie ist gar, wenn die Augen weiss geworden sind.

Den Fisch aus dem Sud nehmen, auf einer Platte anrichten und die Haut von der oberen Seite abheben.

Den Weinsud sieben, erneut aufkochen und so lange köcheln, bis sich die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert hat. Die Gelatine (vorher in Wasser eingeweicht) ausdrücken, im Sud auflösen und das Ganze über die Lachsforelle giessen. Ca. 3 Stunden kalt stellen.

Die Zitronen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die restliche Petersilie waschen, die Blättchen von den Stielen zupfen. Die Lachsforelle mit Zitronenscheiben und Petersilienblättern umlegen.

Dazu serviert man warmes Baguette und eine Cocktailsauce.

Uhudler Weingelee

1500 g Uhudler Trauben (vorzugsweise Isabella Trauben)
1000 g Gelierzucker
1 Zitrone Saft davon

Die Weintrauben unter kaltem Wasser waschen, gut abtropfen lassen und die Beeren von den Stielen zupfen. Beeren halbieren und durch ein feines Sieb pressen und den Saft in einer Schüssel auffangen. Falls sie einen Entsafter haben, dann können sie die Beeren natürlich auch damit entsaften, wichtig ist nur, dass die die Beeren dann vorher entkernen. Sollte weniger als 1 Liter Saft erhalten werden, so kann mit Uhudler (oder Wasser) auf 1 Liter aufgefüllt werden.

Den Saft mit dem Gelierzucker zum Kochen bringen, 4 Minuten kochen lassen, den Zitronensaft zugeben, nochmals aufkochen lassen und eventuell den Schaum an der Oberfläche entfernen.

Das Gelee noch heiss in Gläser füllen und diese sofort verschliessen.

Sie können den regelmässigen Newsletter jederzeit über die Webseite wieder abbestellen.
Loggen sie sich dazu mit ihrem Usernamen oder ihrer email-Adresse auf http://www.cuisine.at/mycuisine/ ein.
IMPRESSUM:
cuisine.at - Die Kochrezeptdatenbank im Internet
http://www.cuisine.at/
verantwortlich für den Inhalt:
Dipl.-Ing. Heinz A. Krebs
heinz@cuisine.at